Leben ohne Dich - Für André Pascal


André Pascal


Andrés Geschichte

Am 24.03.05 wurde unser kleiner Sohn André um 1:16 Uhr mit 52 cm und 3735 g geboren. Mein Freund und ich waren überglücklich unseren neuen kleinen Erdenbürger endlich im Arm zu halten.

Bereits nach 2 Tagen Krankenhausaufenthalt wurde ich mit André entlassen. Jetzt begann endlich unser richtiges Familienleben zu dritt dachte ich mir. André war so ein liebes Kind, bei ihm hieß es immer schlafen, essen, kuscheln und rumalbern. Er war fast den ganzen Tag nur am Rumgrinsen und das besonders, wenn Papa mit ihm rumgealbert hat und wehe der Papa konnte gerade mal nicht, dann war das Geschreie groß!

André war auch immer nachts der Meinung: durchschlafen, aber nein, kuscheln ist doch auch nachts so schön. Also hieß es auch nachts immer essen, kuscheln und rumalbern, aber das störte uns nicht, denn es drehte sich alles um unseren Sonnenschein.


André Pascal


André zog jeden in seinen Bann besonders mit seinem Rumgrinsen. Jeder war von ihm sofort begeistert und die Großeltern waren alle mächtig stolz auf ihren Enkel. André war nur auf Mama und Papa fixiert, und wenn wir mal weg waren, dann hieß es den Babysitter auf Trab halten solange bis wir wieder da waren, und so wurden wir immer von unserem hellwachen Sohn begrüßt, wenn wir wiederkamen. Aber na ja, wie konnte man auch anders bei diesem süßen Anblick, also hieß es dann kuscheln solange wie er will.


André Pascal


Dann kam der Tag, der unser ganzes Leben verändern sollte: der 25.10.05. Da war er noch von um halb eins bis um halb drei wach, und er bekam dann noch eine Flasche von seinem Papa und alberte dann noch mit ihm rum. Als er dann müde wurde, legte mein Freund ihn noch einmal ins Bett (!) und ging dann auch noch mal schlafen.

Um 9 Uhr standen wir dann auf und machten uns keine Gedanken, dass André noch nicht wach ist, da er ja ein kleiner Langschläfer war. Als ich dann um 9:30 Uhr los wollte, hatte ich mich dann doch gewundert, dass André von dem Krach noch nicht wach wurde. Mein Freund beschloss dann mal nachzuschauen und plötzlich hörte ich ihn nur schreien: "André, nein!" Ich wusste sofort was los war und rief den Notarzt.

Mein Freund probierte ihn in der Zeit wiederzubeleben, doch leider vergebens: nach 20 Minuten traf dann der Rettungswagen ein und nach weiteren 10 Minuten dann der Notarzt. Sie probierten ihn 20 Minuten wiederzubeleben, ohne Erfolg.

Danach kam die Notärztin zu uns und sagte, dass unser Sohn verstorben ist. Wie konnte das nur sein, wieso denn unser Sohn, er war doch die Nacht noch so gut drauf und hat noch rumgelacht, wie konnte er jetzt tot sein.

Ich konnte und wollte es nicht verstehen. Danach wurde die Kripo eingeschaltet, da ja so etwas Pflicht ist, und die waren nicht gerade einfühlsam, durchsuchten die Schränke und schauten sich die Flasche genau an, die er als letztes bekommen hatte.

Nachdem der ganze Spuck vorbei war, kam die Mutter von meinem Freund, seine Schwester, sein Onkel und dann noch eine Freundin von uns. Wir beschlossen dann rauszugehen, weil wir haben es nicht in der Wohnung ausgehalten.

Dann am 28.10.05 hatten wir endlich Gewissheit, dass unser Sohn an SIDS gestorben ist.

Kleiner Engel, wir lieben und vermissen dich, aber in unseren Herzen wirst du immer weiterleben.


André Pascal


Hier noch ein Gedicht, das von Andrés Tante einen Tag nach seinem Tod verfasst wurde:


Du warst kaum geboren

Du warst kaum geboren und hast doch schon wieder dein Leben verloren.
Nur sieben Monate durftest du auf dieser Welt leben,
doch in dieser Zeit hast du uns unbeschreiblich viel gegeben.
Auch wenn du erst seit gestern nicht mehr bei uns bist,
so haben wir dich in dieser heutigen Nacht
schon so manches Mal vermisst.
Doch über eins kannst du dir im Klaren sein:
wir werden dich immer lieben,
Du bist nie allein.


André Pascal


Kleiner Engel, wir lieben und vermissen dich und du wirst für immer bei uns sein, wir werden dich immer lieben und nie vergessen.

Deine Mama und dein Papa
 



Home  |  Zurück  |  Seitenanfang