Leben ohne Dich - Für Bernhard

Shalom jedid Bernie

Friede, mein geliebtes Kind


Bernhard


Dieser Text von Herbert Grönemeyer trifft genau auf dich zu, Bernie. Wo du warst, da war auch Sonne. Du warst das Kostbarste, das uns gegeben wurde. Wir fragen uns immer wieder, warum du gehen musstest.

Du warst nicht nur von überdurchschnittlicher Intelligenz, sondern, was viel wichtiger ist, du warst liebevoll und hattest sehr viel Herz.

Sicher wärst du ein guter Theologe geworden, denn du hattest ja vor, Theologie zu studieren. Beginnen wolltest du im Oktober.
Du hast dich mit dem Tod beschäftigt und er schreckte dich nicht.

Es gibt einen Gedanken von dir:

"Könnten wir dem Tod in die Augen blicken, würden wir nur Güte sehen."

Du hast die Güte gesehen, mein Kind, als du ganz leise gegangen bist. Jetzt weißt du die Antwort auf alle deine Fragen.

Manchmal denke ich, du hattest Kenntnisse vom ewigen Leben, die wir alle nicht haben, und bist diesen Weg bewusst gegangen, in eine andere und schönere Welt.

Aber wir, die wir zurück geblieben sind, sind voller Trauer, wir weinen um dich Bernie, weil du nicht mehr hier bist. Wir wissen nicht wohin du gegangen bist, wir können es nur ahnen.

Wir vermissen dich so sehr, alle deine Freunde weinen um dich, immer noch.

Dein Bruder Christoph hat dir ein Lied geschrieben und ich kann nur sagen, Shalom, mein geliebtes Kind. Ich liebe dich in Ewigkeit.


Für meinen Bruder Bernhard


Warum?

Du bist gegangen,
obwohl es für Dich viel zu früh war.
Ich hätte dich so gern noch einmal gesehen.
Was ist mit dir geschehen?

Warum musstest du gehen?
Warum? Warum ausgerechnet du?

Ich muss immer an dich denken!
Ich stelle mir immer dieselben Fragen,
ohne eine Antwort zu bekommen.
Ich werde dich ewig in meinem Herzen tragen.

Warum musstest du gehen?
Warum? Warum ausgerechnet du?

Es ist so schwer, ohne dich zu leben.
Ich würde alles darum geben,
um dich wieder in meinen Arm zu nehmen.

Warum musstest du gehen?
Warum? Warum ausgerechnet du?

Es macht alles keinen Sinn,
weil ich nicht mehr der Selbe bin,
Seitdem du mir genommen wurdest.
Lass mich nicht allein, lass mich nicht einsam sterben.
Doch du wurdest mir genommen von Gott.
Nur er weiß warum.

Warum musstest du gehen?
Warum? Warum ausgerechnet du?
Warum musstest du gehen?
Warum? Warum ausgerechnet DU?

Christoph Morgenthal
 



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