Dennis

*25.01.1998                                                      †10.01.2002
 

Für meinen geliebten Dennis

Hallo mein Engel, hier ist deine Mama. Über acht Jahre ist es jetzt her, als du von mir gingst.

Diesen schrecklichen Tag werde ich nie vergessen. Du fehlst mir so sehr und oft weiß ich nicht mal, ob ich den nächsten Tag überstehe.

Viele Menschen sagen, die Zeit heilt alle Wunden, aber das stimmt nicht. Diese tiefe Wunde in meinem gebrochenen Herzen wird nie heilen.

Du fehlst mir jeden Tag, jeden Augenblick – ich würde alles dafür geben dich noch einmal in meinen Armen zu halten, und dir zu sagen, wie sehr ich dich liebe...

Leider kann ich das nicht mehr, aber ich hoffe von Herzen, dass du es weißt.

So viele Tränen, so viel Schmerz und all die tiefen Wunden, die ich mir selber zugefügt habe, bringen dich mir leider nie wieder.

Wir hatten nur drei kurze Jahre... Drei Jahre, in denen ich endlich einmal im Leben erfahren durfte, wie es ist geliebt zu werden.

Und drei Jahre, in denen ich gelernt habe zu lieben. Ohne dich wäre mein Leben trostlos geblieben.

Aber da warst ja dann DU.

Aber jetzt ist in meinem Herzen ein riesiges Loch, das einfach nicht heilt. Meine Seele ist krank. Krank vor Sehnsucht und Trauer.

Ich konnte noch so traurig sein, du hast mich immer zum Lachen gebracht. Noch nie in meinem Leben vor dir wurde ich so geliebt wie von dir.

Und du warst meine große Liebe. Mein kleiner Supermann. Was hab ich schon wegen dir Ängste ausstehen müssen, aber wir zwei haben das alles gemeistert.

Wie oft kamen beim Arzt irgendwelche schrecklichen Diagnosen, die sich aber dann beim jeweiligen Facharzt zum Glück nicht erhärtet haben.

Aber wir haben immer an das Gute geglaubt...

Aber als du dann auf so schreckliche Art ums Leben gekommen bist, hab ich die Welt nicht mehr verstanden.

Dann diese vielen Selbstvorwürfe und schweren Schuldgefühle – sie werden nicht weniger...

Bis heute kann ich es einfach nicht verstehen und kaum damit leben.

Und viele Menschen um mich rum haben sich nicht mehr gemeldet – ich sei zu anstrengend.

Warum, weil ich traurig bin? Weil ich dich vermisse? Weil ich so viel weinen muss? Weil ich nicht mehr leben möchte?

Keiner fragt mehr wie es mir geht und ich habe immer das Gefühl, ich darf nicht von dir sprechen.

Im Gegenteil – es kommen Sätze wie: Sei froh, wer weiß was Dennis hier erspart geblieben ist, es ist doch schon so lange her, warum gehst du nicht arbeiten?

Ja, warum?

Weil ich ganz krank geworden bin und mein Leben ohne dich nicht mehr das ist, was es mal war.

Du fehlst mir so sehr, dass es mir das Herz zerreißt.

Wo bist du, mein geliebtes Kind?

Siehst du mich?

Hörst du mich?

Liebst du mich noch?

Du hast immer zu mir gesagt: „Mama, ich lieb dich bis zu den Sternen und wieder zurück...“

Ich habe das neulich mal jemandem erzählt, da sagte sie mir, es sei eine Zeile aus einem Kinderbuch. Aber wir beide kennen dieses Buch nicht.

Dann hatte ich meine Abschlussprüfung an deinem Geburtstag – damals hast du noch gelebt.

Dann hat meine Katze an deinem Todestag zwei Babys bekommen.

Dann habe ich mir ein Patenkind in Afrika ausgesucht. Als die Unterlagen kamen, konnte ich es kaum glauben – dieses Kind hat auch am 25.1. Geburtstag!

Irgendwie tauchst du immer wieder auf...

Und doch werde ich dich nie wieder in den Armen halten können...

Du bist das Beste und Schönste, das mir je passiert ist.

DANKE, DASS DU BEI MIR WARST!!!!

Ich liebe dich von ganzem Herzen, deine tief traurige Mama, mit noch 3 Sternenkindern tief im Herzen.
 



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