Leben ohne Dich - Für Diana


In unserem Land

Dürfte es trübe Abende nicht geben
Auch hohe Brücken über die Flüsse
Selbst die Stunde zwischen Nacht und Morgen
Und die ganze Winterzeit dazu, das ist gefährlich.

Denn angesichts des Elends
Genügt ein Weniges
Und die Menschen werfen
Das unerträgliche Leben fort.

( Berthold Brecht )
 



Dieses Gedicht spricht mir aus der Seele. So geht es mir, denn ich möchte mein Leben wegwerfen weil mein Kind nicht mehr lebt, weil unsere Tochter nicht mehr bei uns ist.

Wie versteinert versuche ich noch nicht einmal zu verstehen, was eigentlich passiert ist. Ich weiß nur eines: Ich – wir alle – sind zutiefst verzweifelt, da wir sie verloren haben, und wissen nicht mehr ein noch aus seit dem letzten November.

Wir lieben sie doch so sehr.

Unsere Diana (ist) war ein so wunderbarer Mensch, eine wundervolle Tochter, Schwester und Freundin. Geliebt, geehrt und geschätzt von Familie, Freunden, Bekannten und Arbeits-kollegen.

Unsere Diana war ein besonders liebenswürdiger Mensch, aufrichtig – geradlinig – charakterfest – wissbegierig – klug und treu mit Witz und Humor.

Sie hatte Abitur, eine Ausbildung als Fremdsprachen-korrespondentin, und ein abgeschlossenes Studium zur Diplombetriebswirtin mit einer Anstellung in München.

Auf dem Weg zur Arbeit verunglückte sie mit dem Auto, scheinbar ohne Fremdeinwirkung auf einer Straße durch den Wald. Evtl. lief ein Tier, Reh – Fuchs – über die Fahrbahn. Man weiß es nicht und wird es auch nicht erfahren.

In diesem Sommer wollten sie und ihr langjähriger Freund Carsten heiraten. In derselben Kirche, in der sie getauft worden ist, in derselben Kirche, in der die Beerdigungsfeier abgehalten worden ist.

Wenn ich sage, wir sind untröstlich, dann ist das genau so gemeint.

Marion – Matthias – Ursula – Carsten
 

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