Leben ohne Dich - Für Felix


Ballons


Still, seid leise,
es waren Engel auf der Reise.
Sie wollten ganz kurz bei Euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.

Sie kamen von Gott,
dort sind sie wieder,
wollten nicht auf uns're Erde nieder.

Ein Hauch nur bleibt von ihnen zurück,
in Euren Herzen ein großes Stück.
Sie werden jetzt immer bei Euch sein,
vergesst nie, sie waren so klein.

Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denkt, es war ihr Flügelschlag.

Und wenn Ihr fragt,
wo mögen sie sein?
Ein Engel ist niemals allein.

Sie können jetzt alle Farben sehen
und barfuss durch die Wolken gehen.
Vielleicht lassen sie sich hin und wieder
bei den Engelskindern nieder.

Und wenn Ihr sie auch sehr vermisst
Und weint, weil sie nicht bei Euch sind,
so denkt, im Himmel wo es sie nun gibt
erzählen sie stolz:


Engel

Wir werden geliebt!





Nie mehr laute Fröhlichkeit – Alles still.
Nie wieder Haare wie ein reifes Weizenfeld,
Du fehlst mir so auf dieser Welt.
Nie wieder Deine Augen sehen, blau und riesengroß,
nie wieder Du auf meinem Schoß.
Nie wieder Dein Mund, der so selten schweigt,
nie mehr Deine kleine Hand, die mir ein Spielzeug zeigt.
Nie wieder lauschen Deine kleinen Ohren,
ich hab ein Stück von mir verloren.
Nie mehr Du, Dich gerade geweckt,
nie mehr ein kleiner Bauch, der sich mir entgegenstreckt.
Nie mehr mit Dir um die Wette laufen,
nie wieder kitzeln, toben und raufen.
Nie wieder Flecken in Deinen Sachen,
nie mehr höre ich Dein Lachen.
Nie wieder radeln wir durch den Wald,
die Welt ist leer geworden und kalt.
Nie wieder Tiere sehen,
nie mehr Deine Gedanken verstehen.
Kein Staunen mehr über so viel Fantasie,
mir fehlt Deine Lebensphilosophie.
Nie wieder wünschen, planen und hoffen,
Deine Zukunft ist nicht mehr offen.
Nie mehr die Sonne genießen und den Schnee,
dieses "nie wieder", das tut so weh.
Ich wünsch Dir Frieden, Freude und Glück
Und ich wollte Dich so gerne groß werden sehen.
Warum dreht denn keiner die Zeit zurück?
Ich kann diesen Tod nicht versteh'n,
Alles, was ich von Dir hab,
sind die Erinnerung und ein Grab
und die Hoffnung, dass es Dich irgendwo gibt,
weil niemand wirklich verloren ist, den man liebt.
 

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