Leben ohne Dich - Für Georg

Ein Leben ohne Georg – unvorstellbar –
und doch muss man weitermachen, weiterleben, Tag für Tag, doch um welchen Preis!


Georg verunglückte am Freitag, den 5. November 2004 um ca. 21:45 Uhr. Er fuhr gegen einen Brückenpfeiler, 8 Autominuten von daheim entfernt.

Georg war auf der Stelle tot.

Er arbeitete und wohnte auswärts. Daher kam Georg nur am Wochenende nach Hause. Auch am Freitag, den 5. November. Georg war schon daheim und war dabei ins Bett zu gehen. Er hatte schon etwas getrunken. Um 21:24 Uhr telefonierte er noch, erreichte aber niemanden. Knapp vorher bin ich aus dem Hause gegangen. Gleich darauf muss Georg ins Auto gestiegen und weggefahren sein. Er kam nicht weit. Der Aufprall war entsetzlich.

Die Fragen "WARUM – WESHALB – HÄTTE – HÄTTE ICH NICHT" begleiten mich jeden Tag.

Georg wäre am 17.12.2004 24 Jahre alt geworden. Er hatte so viele Wünsche, Pläne, Hoffnungen und Träume. Es ging nicht in Erfüllung.

Niemals mehr hören wir die schönen Worte – MAMA und PAPA.

Er war unser einziges Kind.


Georg

Georg mit 6 Jahren – fröhlich und quirlig


Lieber Georg!

Wir danken Dir für die 23 Jahre, 10 Monate und 19 Tage, die wir mit Dir verbringen durften. Wie reich Du unser Leben gemacht hast wird uns erst richtig bewusst, seit Du nicht mehr bei uns bist.

Wir müssen nun lernen es zu akzeptieren, dass Deine Zeit auf Erden nur kurz bemessen war. Doch das ist sehr, sehr schwer. Wir vermissen Dich jeden Tag und jede Stunde.

Wir hoffen und wünschen uns so sehr, dass es Dir wo Du jetzt bist, gut geht, Du glücklich bist und Deine Ruhe gefunden hast. Auch dort drüben gibt es Berge. Wir sehen Dich vor uns, wie Du Gipfel für Gipfel erstürmst.

Georg, wir lieben Dich so sehr. Du fehlst uns an allen Ecken und Enden. Die Liebe zu Dir und die Erinnerung an Dich wird nie vergehen, denn die ist unsterblich.

Du wirst für immer ganz fest in unserem Herzen sein.

Mama und Papa


Georg

Georg mit 14 Jahren – nachdenklich und besonnen


Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.


Georg

Mit 19 Jahren zum ersten Mal am Großglockner


Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume.
Ich leb' in Euch und geh' durch Eure Träume.


Georg

Georg mit 21 Jahren – im eigenen Garten


Auszug aus der Trauerrede

Bei Georg drehte sich alles um Natur und Schöpfung. Seine tief verwurzelte Naturverbundenheit zeigte sich bereits bei seinen ersten Erkundungen zusammen mit seinem Opa. Kein Baum, kein Blatt, keine Fährte von Tieren blieb vor ihm sicher, stets mit der Frage begleitet: "Was ist das?" Später bezwang er sämtliche Berge in der Heimat und auch außerhalb. Großglockner und Ortler in Südtirol seien hier erwähnt. Diese Erlebnisse hat Georg bei jeder seiner Bergbesteigungen in seinem Herzen gespeichert und hat mit dieser inneren Ruhe sein Leben gelebt. Die Bergsteiger sind Gott immer am nächsten, denn sie haben seine Nähe auf den Berggipfeln immer gespürt.
 



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