Leben ohne Dich - Für Kerstin


Kerstin

Kerstin

Pferdestärken, das war ihre Welt!


Ihre Geschichte:

Wir waren überglücklich, als unsere Kerstin nach ein paar Anfangsschwierigkeiten am 16.10.1975 gesund zur Welt kam. Da ich vor ihr bereits ein Kind im Mutterleib (4. Monat) verlor, waren meine Sorgen dann wie weggeblasen.

Sie blieb unser einziges Kind und war der Mittelpunkt in unserem Leben, unser Ein und Alles. Ihre Liebe galt seit dem 8. Lebensjahr den Pferden, und dem Reitsport. Wir hatten ein inniges Verhältnis zusammen und Kerstin und ich waren wie Freundinnen.


Kerstin


Zehn Tage vor ihrem 30. Geburtstag erhielt sie die Diagnose: "Meningeom", ein langsam wachsender gutartiger Gehirntumor.

Mehrere Arzte, unabhängig voneinander, meinten, sieht gut aus, zeigt keine Füßchen, lässt sich gut operieren, sie würde weder im Rollstuhl landen und genau wieder so aussehen.

Doch es kam alles anders! Das erste Mal wurde Kerstin Anfang November 2005 operiert. Der Tumor war bösartig!

14 Tage später folgte die zweite OP, dann sollte vor Weihnachten noch mit der Strahlentherapie begonnen werden, um mögliche Restzellen zu vernichten. Es waren auch keine Metastasen vorhanden.

Wir waren voller Hoffnung. Nachdem sie drei Tage zuhause war, Verdacht auf eine Lungenembolie, wieder Klinik. Die Bestrahlung musste verschoben werden. Dann nach einer Kontrolluntersuchung Ende Dezember, die grausame Gewissheit: der Tumor ist wieder gewachsen.

Eine dritte OP wurde Anfang Januar 2006 angesetzt. "Habe ich es zweimal geschafft, schaffe ich es ein drittes Mal", so unsere Kerstin. Aber es gab Komplikationen. Insgesamt wurde sie achtmal operiert, unsere Kerstin war so tapfer.

Sie wollte doch leben!!!

Ende Februar begann dann die Strahlentherapie über 6 Wochen lang. Es folgte eine Pause von 6 Wochen, dann Kontrolle. Ich habe nur noch gebetet, denn dieser Tumor war grausam, heimtückisch und wollte keine Ruhe geben.

Sie hatte Metastasen und es gab keine Heilung mehr. Ich holte sie Ende Juli nach Hause und wir dachten es geht wieder bergauf. Ihr Freund war da, ihr Hund war da. Doch dann legte sie ihr Handy weg, sah nicht mehr fern, aß nichts mehr.

"Ich habe Angst, ersticken zu müssen" sagte sie zu mir, sie bekam bereits Sauerstoff. Sie war müde, sie hat so gekämpft, musste aufgeben.

Sie ist am 8. August friedlich eingeschlafen. Sie starb in der Blüte ihres Lebens und mein Mann und ich haben nichts mehr außer ihrem Hund. Ich weiß nicht wo ich heute wäre, wenn wir ihn nicht hätten, denn ihre "Sunny" ist der "lebendige Draht" zu unserer Kerstin.

Kerstin, Du fehlst uns so sehr, wir vermissen Dich unendlich und wir werden Dich immer lieben, wo Du auch bist!

Deine Eltern


Kerstin


Kerstin
 



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