Leben ohne Dich - Für Lena


Lena


Lenas Unfall:

Lena hatte schon als kleines Kind nur ein Hobby gehabt, die Pferde. Am Freitag, den 12.10.2001, am letzten Herbstferientag, war sie reiten. Gegen Mittag bekam ich einen Anruf, dass sie vom Pferd gefallen ist, das Reitgut ist nur wenige Minuten von uns entfernt.

Mit Verdacht auf Rippenbrüchen und -quetschungen kam sie nach Hildesheim ins Krankenhaus. Dort wurde festgestellt, dass sie eine Milzruptur hat, eine Notoperation folgte, während dieser OP stellte sich heraus, dass ihre rechte Leberseite gequetscht ist, die untere Hohlvene gerissen und sie einen Riss im rechten Lungenflügel hat.

Diese OP dauerte sechs Stunden, als wir Lena wiedersahen, war sie in einen Tiefschlaf versetzt. Die Ärzte machten uns keine sehr großen Hoffnungen, sie erklärten uns, dass es ein Wunder ist, dass Lena diese OP überstanden hat. Sie bekam während dieser Operation 29 Liter Blut übertragen.

Am Sonntagabend wurde sie in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt, am Montag wurde sie wieder operiert, die Ärzte entfernten die rechtsseitige Leberhälfte. Wir bekamen Hoffnung, dass Lena nun wieder gesund wird. Es folgten aber Tage, wo unsere Hoffnung geringer wurde, ihre Nieren arbeiteten nicht mehr, sie kam an die Dialyse, zudem mussten Blutprodukte übertragen werden, da sie immer wieder aus dem Bauchraum blutete.

Es folgten einige Operationen, ihre Leber musste immer wieder kontrolliert werden. Am Mittwoch, den 24.10.2001, wurde ihr die restliche Leber entfernt, sie war abgestorben. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde ihr eine Spenderleber transplantiert. Jedoch fing das neue Organ nicht an zu arbeiten, sie bekam Lungenblutungen und die Ärzte konnten nichts mehr für sie tun.

Am Freitag, den 26.10.2001, mussten wir von Lena Abschied nehmen.

Es ist unvorstellbar, wo sie doch nur vom Pferd gerutscht ist, ich bin die letzte gewesen, die mit Lena nach ihrem Unfall gesprochen hat, sie sagte: "Mama, ich hatte doch meine Reitkappe auf!"
 



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