Leben ohne Dich - Für Moritz


Moritz

Moritz und Muriel



Moritz


Am Himmel bist du nun ein Stern, mir so nah und doch so fern.
Könnt ich noch einmal mit dir reden, dir all meine Liebe geben.
Einmal noch in die Arme nehmen, dich einmal lachen, weinen sehen.
Einmal noch deine Stimme hören, einmal nur dein Haar berühren.
Würden deine Augen noch einmal für mich strahlen,
könnt ich vielleicht die Leere in meinen Armen ertragen.
Doch am Himmel bist du ein Stern, mir so nah und doch so fern.
 



Dies schrieb dein Patenonkel zu deiner Trauerfeier:

Lieber Moritz,
wir wollten dir kein Bild mit schwarzen Rändern auf das Liedblatt zu deiner Trauerfeier machen. Es würde nicht zum Klang deiner Stimme, zu deinem Lockenkopf, zu deiner ganzen Art, wie du warst, passen.

Das Bild, das wir aussuchten, zeigt den kleinen Prinz aus Antoine de Saint-Exupéry, wie ihn ein Maler sah, als er die Erde verließ. Die Erde ist grün als Zeichen für das Leben auf unserer Welt, hat aber auch sehr dunkle Stellen, wo Wolken ihren schwarzen Schatten auf sie werfen.

Doch eingeschlossen ist die Erde durch einen leuchtenden Regenbogen. Schon im alten Bund gab Gott Noah dieses Zeichen: "Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde".

Beschützend legt Gott seine Hand über die Erde auch wenn sie an manchen Stellen unendlich dunkel ist. Hinter dem Regenbogen gibt es kein Dunkel mehr. Helles Blau und das Licht der Auferstehung leuchtet dir dort entgegen.

Wir glauben, dass du dort, wo es keine Tränen und keine Trauer mehr gibt, lebst.
 



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