Leben ohne Dich - Für René


Rene

René bei seiner Konfirmation


Nur zu Besuch

Immer wenn ich Dich besuch', fühl ich mich grenzenlos.
Alles and're ist von hier aus so weit weg.
Ich mag die Ruhe hier zwischen all' den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.
Es ist ein schöner Weg der unauffällig zu Dir führt.
Ja ich hab ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt.

Ich habe Blumen mit, weiß nicht ob Du sie magst.
Damals hättest Du Dich wahrscheinlich sehr gefreut.
Wenn sie Dir nicht gefall'n, stör' Dich nicht weiter dran.
Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt.
Wie es mir geht? Die Frage stellst Du jedes Mal.
Ich bin okay. Will nicht, dass Du Dir Sorgen machst.

Und so red' ich mit Dir wie immer, so als ob es wie früher wär.
So als hätten wir jede Menge Zeit.
Ich spür Dich ganz nah hier bei mir, kann Deine Stimme im Wind hör'n
und wenn es regnet, weiß ich, dass Du manchmal weinst.
Bis die Sonne scheint. Bis sie wieder scheint...

Ich soll Dich grüßen von den Ander'n.
Sie denken alle noch ganz oft an Dich.
Und Dein Garten, es geht ihm wirklich gut,
obwohl man merkt, dass Du ihm doch sehr fehlst.
Und es kommt immer noch Post ganz fett adressiert an Dich.
Obwohl doch jeder weiß, dass Du weggezogen bist.

Und so red' mit Dir wie immer und ich verspreche Dir,
wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit.
Dann werden wir uns wiederseh'n. Du kannst Dich ja kümmern wenn Du willst,
dass die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint.
Dass die Sonne scheint. Dass sie wieder scheint...

(Die Toten Hosen)



Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unsrem Leben.
Drum wird uns dieses Blatt allein
für immer, immer fehlen



Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin in den tausend wehenden Winden.
Ich bin der Diamant, der im Schnee glitzert.
Ich bin das Sonnenlicht über dem reifen Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du in der morgendlichen Stille erwachst,
bin ich der Vogel, der sich schnell in die Lüfte erhebt und zwitschert.
Ich bin der Stern, der in der Nacht scheint.
Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.


Engel

Schlaf schön, mein Engel
Es fällt schwer ohne Dich weiter zu leben.

In unserem Herzen bist Du immer bei uns.

 

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