Sebastian

Sebastian

*05.11.1985                          †27.02.2002
 

Einer sieht dich in jedem Gesicht,
aber finden wird er dich nicht.
Einer glaubt, du nimmst die Kinder an die Hand,
die dir begegnen in jenem fernen Land.
Einer riecht dich, kann dich spüren,
aber niemals mehr berühren.
Einer wird die Welt nicht mehr verstehen,
wie kann ein Kind nur vor mir gehen.

Einer sagt in deiner Welt
gibt es keinen Schmerz und kein Leid.
Es ist ja auch für die Ewigkeit.
Einer sagt in deiner Welt
gibt es keine Trauer,
nur niemand weiß es genauer.
Einer sagt in deiner Welt
gibt es viele bunte Blumen und Blüten,
keiner braucht sie zu behüten.

Wir sehen dich in jedem Stern,
nachts ganz nah und doch so fern.
Wir wissen du bist erlöst von deinem Leid
und doch getrennt von uns für lange Zeit.
Sehnsucht, Trauer, die wir in uns tragen,
vermischt mit dem Glück, das wir hier noch haben.
All diese Gefühle vermischen sich,
Spatz wir lieben dich.


Diese Zeilen wurden bei Sebastians Beerdigung rezitiert:

Danke, Mama und Papa, dass Ihr mir ein solch schönes Leben ermöglicht habt, für Eure Liebe und Fürsorge, für alle Erlebnisse, Geschenke und alle Hilfe auf meinem Weg.

Danke Robert und Tobias, dass Ihr mir so gute Brüder wart. Danke für alles gemeinsame Spielen, alles Erlebte und für den Zusammenhalt.

Danke Euch beiden Omas und Opas, dass Ihr Euch so viel eingesetzt habt für mich und wir eine reiche Zeit miteinander verbringen konnten.

Danke Euch, meinen vielen Freunden, für alles, was wir zusammen erlebt haben: die großen und die kleinen Abenteuer, die gespielten Streiche, die kleinen Geheimnisse. Nichts von allem hätte ich missen wollen.

Auch wenn ich nun nicht mehr bei Euch sein kann, behaltet mich in dankbarer Erinnerung und tragt Euren Schmerz und Eure Trauer um mich würdig durchs Leben.

Vielleicht ist der Tod ja doch nicht das Ende, wie wir immer dachten und vielleicht sind wir irgendwann wieder vereint.
 

Gedichte an Sebastian



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