© Reg Littlefield

 

 

Die SHG Mülheim stellt sich vor

Mein Kind ist tot ! – Viele scheinbar unlösbare Fragen türmen sich auf:

-         Wo bekomme ich Hilfe ?

-         Mit wem kann ich über meine tiefe Trauer reden ?

-         Wo erfahre ich, dass ich nicht alleine bin mit meinem Schicksal ?

-         Wie kann ich lernen mit dem schmerzlichen Verlust umzugehen ?

-         Kann es überhaupt ein „Leben ohne Dich“ geben ?

-         Wird die Trauer irgendwann lebbarer ?

-         Warum ziehen sich einige Freunde und Bekannte zurück ?

-         und viele andere mehr...


In unserer Selbsthilfegruppe „Leben ohne Dich“ in Mülheim treffen sich verwaiste Eltern, um in einem geschützten Raum langsam wahrzunehmen und zu begreifen, dass unsere verstorbenen Kinder immer bei uns sind, aber in einer anderen Dimension.

Hier finden betroffene Eltern, egal wie alt das Kind werden durfte, egal wie es um sein Leben kam, einfühlsame Zuhörer und wahres Verständnis. Wir erlauben einander Gefühle auszudrücken, Trauer und Tränen zuzulassen. Wechselnde Gefühle von Verunsicherung, Angst und Wut, von Schuldgefühlen und Verzweiflung haben hier ihren Platz. Auch ein Lachen nach einem Stück des Weges in einem nun anderen Leben gehören dazu.

Es ist immer Raum für das Erzählen über unsere Kinder, für das Nennen des Namens - auch nach vielen Jahren, für kreatives Arbeiten im Gedenken an unsere wundervollen Kinder. Wir begeben uns gemeinsam auf den schweren Weg der Trauerarbeit, in respektvollem Miteinander.

Unsere Gruppe ist offen für jeden Betroffenen, die Teilnahme ist kostenlos. Auch an Themenabenden haben neu hinzugekommene Mütter und Väter Vorrang. Jeder kann reden oder auch nur zuhören: Alles kann, nichts muss.


Zum Hintergrund der Selbsthilfe

Der Verlust eines Kindes ist für betroffene Eltern und Geschwister ein extrem traumatisches Erlebnis, das durch den Schmerz und die Trauer von allen Lebensbereichen Besitz ergreift und über einen langen Zeitraum immer wieder zu Krisensituationen führt.

Alle Lebensbereiche sind davon betroffen, mit Störungen und Problemen in der Partnerschaft. Beide Elternteile haben ihr Kind verloren und können sich daher oft nicht gegenseitig trösten. Jeder trauert individuell.

Die Geschwister leiden neben ihrem eigenen Verlust auch unter der Trauer ihrer Eltern, wollen sie mit ihrem eigenen Schmerz aber nicht noch zusätzlich belasten. Anpassungsschwierigkeiten in der Schule, im Freundeskreis und im Berufsleben sind die Folge.

Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und auch die eigene Verwandtschaft ziehen sich nach dem Tod eines Kindes oft zurück. Nichtbetroffene können den Schmerz und die Trauer - und vor allem die lange Zeit der Trauer - nicht nachvollziehen und geben trauernden Eltern nicht die Zeit für deren Trauerprozess.

Insofern kommt der Selbsthilfe untereinander eine extrem wichtige Funktion zu, um in der Trauerarbeit voranschreiten und die sozialen Defizite so gut wie möglich kompensieren zu können und ein „Auffangen“ der trauernden Eltern und Geschwister durch Dialog und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Nur selber Betroffene verstehen, dass die Trauer nie aufhört, und erkennen, dass sie sich gegenseitig am besten helfen können.


Zur Entstehung unserer Gruppe

So entstand im Dezember 2000 die erste „Leben ohne Dich“ Gruppe hier in Mülheim, die sich seitdem regelmäßig jeden Monat trifft. Unsere Treffen sind abwechselnd „offene Abende“ und Themen-/ Kreativabende, die von Teilnehmern gestaltet werden.

Nach der Gründung dieser Gruppe und der Eröffnung unseres Forums www.leben-ohne-dich.de hat sich über das Internet eine enge Freundschaft zu anderen betroffenen Eltern ergeben, aus der sich weitere „Leben ohne Dich“ Selbsthilfegruppen in Deutschland und der Schweiz gebildet haben.

Nähere Details über die Veranlassung zur Gründung unserer Gruppe und zu unserem Verein finden Sie in unserer kostenlosen Informationsbroschüre, die auf der Homepage von „Leben ohne Dich“ bestellt werden kann (oder hier klicken).


Teilnehmer unserer Gruppe kommen aus:

Text am 17 Mar 2009 durch Bodo eingestellt
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