Leben ohne Dich - Für Sophie



Du bist nicht mehr da mein liebes Kind,
Du fliegst jetzt mit dem Wind.
Deine Schmerzen sind vorbei,
kannst wieder fröhlich sein und frei.
Dein Lachen und Deine Fröhlichkeit vermisse ich,
da ich Dich doch so geliebt.
Nun leb ich weiter, mit dem Gedenken an Dich,
dass Du immer, was auch kam,
geschaut hast in die Zukunft,
nie verloren hast den Lebensmut.
Dies will ich behalten und tun in meinem Leben jetzt noch auf Erden.
Ich danke Dir, dass Du gezeigt soviel Menschlichkeit.

Monika Bauer


Denk an dich
und seh dein liebes Gesicht
denk an dich
vergess dich nicht.

Hast all den Schmerz jetzt hinter dir
bin in Gedanken bei dir
bist jetzt gut aufgehoben
wir sehen uns irgendwann da oben.

Andrea Pilz

 




Unterlassene Diagnostik – Kind tot!
"Warum habe ich das Gefühl, dass Kassenpatienten Menschen 2. Klasse sind?"


Sophies Geschichte


Sophie hatte seit ihrer Geburt einen Hydroc.int., der durch einen Shunt eigentlich gut im Griff war. Sie war ansonsten ein gesundes, fröhliches Kind, ging zur Schule, trieb Sport – so wie alle gesunden Kinder.

In den letzten 2 Jahren bekam sie allerdings immer wieder Kopfschmerzen mit Erbrechen, Apnoen folgten. Meist gingen diese nach ein paar Tagen Krankenhausaufenthalt wieder weg, Untersuchungen im CT ergaben keine Veränderungen, weitere Diagnostik wurde nicht betrieben. Man erklärte, dass sie wohl zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hätte.

Im November 2003 lag sie wieder auf der Intensivstation, nun kamen auch noch Krampfanfälle hinzu. Doch nach 4 Tagen durfte sie wieder nach Hause, da ja wieder alles ok war. Wieder wurde keine Diagnostik durchgeführt.

Am 20.12.03 ging es wieder los. Ich schaffte es diesmal nicht, sie selbst in die Klinik zu bringen. Im RTW hatte sie einen Krampfanfall, erbrach sich, Apnoen in immer kürzeren Abständen. In der Klinik wurde ein CT gemacht – keine Auffälligkeiten, außer dass die Ventrikel sehr eng waren. Also ab an den Tropf, sie muss mit Flüssigkeit versorgt werden, dann wird das schon. An den folgenden Tagen immer mehr Verschlechterung des Zustandes, doch die Neurochirurgen meinten noch immer, das ist kein Fall für uns, sie muss was anderes haben. Nachdem sie nicht mehr ansprechbar war (sie hatte unerträgliche Schmerzen die ganze Zeit über), machte man nun am 25.12. doch ein MRT (war aber eigentlich schon für den 21. angesetzt, wurde aber nicht durchgeführt). Direkt nach dem MRT ging es zur OP, der Schädel wurde geöffnet, da man nun die Hirnschwellung endlich bemerkte.

Doch es war einfach alles zu spät, am 27.12. erfolgte die erste Hirntoduntersuchung – es war noch ein wenig Blut vorhanden, also hieß es warten. Am 29.12.03, 17:33 Uhr, wurde der klinische Tod meiner Tochter festgestellt. Die Neurochirurgen hatten sich die ganze Zeit nicht mehr sehen lassen.

Der einzige Trost für mich ist, dass ihre Organe anderen Kindern geholfen haben. Aber ich werde diese Ärzte nicht in Ruhe lassen. Ich habe einen Strafantrag gestellt, bisher wurden die Unterlagen beschlagnahmt, aber es gibt bis heute noch nicht einmal eine Erklärung, warum diese Hirnschwellung eingetreten ist. Bisheriger Obduktionsbericht besagt als Todesursache eine Thrombose der inneren Hirnvenen, allerdings streiten die Ärzte nun, ob dies eine Folge der Schwellung sei oder der Auslöser des Ganzen.

Dieses WARUM lässt mich nicht los – 200 m neben der Klinik befindet sich eine international hochkarätige neurochirurgische Privatklinik, hätte man ihr da helfen können ?? Warum habe ich das Gefühl, das Kassenpatienten Menschen 2. Klasse sind? Oder darf man einfach zu Feiertagen nicht krank werden? Hätte ich noch mehr Druck auf die Ärzte machen sollen oder können? Ich weiß es einfach nicht, aber ich werde kämpfen!

Nun ist das Gutachten der Staatsanwaltschaft gekommen, es beinhaltet nur Fehler, die ich auch belegen kann. Also heißt es, weiter kämpfen für Dein Recht, so, wie Du gekämpft hast um Dein Leben, so werde ich dafür kämpfen, dass die verantwortlichen Ärzte zur Rechenschaft gezogen werden!

Das verspreche ich Dir!
 

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