Leben ohne Dich - Für Thomas-Adin


Thomas-Adin wurde am 31.10.1996 in Bayreuth als absolutes Wunschkind geboren. Seine Entwicklung nahm seinen normalen Lauf wie bei anderen Kindern auch. Bereits mit 4 Jahren merkten wir, dass Thomas-Adin versucht, alles Wissenswerte aufzusaugen wie ein Schwamm, besonders fiel uns sein Drang zu Gott auf. Er lernte ziemlich schnell Lesen und Schreiben (alleine), und las bereits die Kinderbibel ohne Zwang. Sein Wunsch, in die Schule zu gehen, erfüllte sich im September 2003. Auch dort fühlte er sich wohl und machte sehr gute Fortschritte, er war überall gern gesehen, weil seine offene und ehrliche Art jeder mochte.

Dann kam der 06.01.2004. Wir mussten den Notarzt alarmieren, da Thomas Fieber hatte und Bauchschmerzen. Unser Hausarzt kam sofort und sagte uns, dass er zur Untersuchung in das Krankenhaus müsse. Verdacht auf Blinddarm. Im Krankenhaus wurde ihm Blut genommen und es wurde festgestellt, dass sich der Leukozytenwert im Blut sehr stark erhöht hat. Er blieb zur Beobachtung eine Nacht im Krankenhaus.

Am 07.01.2004 besuchten wir Thomas im Krankenhaus und er sagte uns: "Mutti, ich darf heute wider nach Hause." Ich redete mit dem behandelnden Arzt. Dieser sagte mir, Thomas habe definitiv keinen Bilddarm. "Es handelt sich um eine Magen-Darm-Infektion. Geben Sie ihm Tee und Zwieback." Es wurden außer der Blutabnahme keine weiteren Untersuchungen durchgeführt, obwohl die schlechten Blutwerte sich über Nacht nicht weiter geändert hatten. Da es kein Blinddarm war, was war es dann? Thomas blieb noch bis zum Abend im Krankenhaus, bis dahin auch keine weiteren Untersuchungen woher diese Blutwerte sonst kommen könnten.

Zu Hause angekommen, spielte Thomas und benahm sich eigentlich normal. Außer über seinen Durchfall und etwas Bauchschmerzen äußerte er sich nicht weiter. Sein Freund besuchte ihn am Samstag, und sie spielten bis abends. Anschließend fuhren wir seinen Freund gemeinsam nach Hause und hielten uns dort noch weiter auf.

Am Sonntag, den 11.01.2004 (sein Todestag), kam Thomas zu uns ans Bett und wir alberten etwas herum und frühstückten danach.

Er ging noch Baden und sang noch in der Badewanne, anschließend sah er noch auf DVD "Findet Nemo" und schlief danach ein wenig ein.

Um 19 Uhr abends kam Thomas zu mir an den Computer und fragte mich noch: "Na Vati, wie geht's?" Ich sagte: "Gut", und sagte noch zu ihm: "...morgen bleibst Du noch zu Hause, wir gehen zum Arzt und am Dienstag kannst Du wieder in die Schule gehen." Plötzlich fiel er nach vorn um und war tot.

Am Montag wurde er in München obduziert. Man stellte fest, dass Thomas an einem Virus verstorben sei (MYOKARDITIS). Dieser kommt nur einmal in zwei Jahren bei Kindern vor. Man hätte den Virus aber bei einer normalen Untersuchung im Krankenhaus 5 Tage vorher mit einem einfachen EKG feststellen können.

Dies zeigt uns, wie unser Gesundheitswesen mit unseren Kindern und unserer Zukunft umgeht, weil man an der falschen Stelle kürzt. Um dieses Schicksal anderen Kindern zu ersparen, haben wir uns entschlossen, gegen diesen Apparat vorzugehen.

Uwe und Zina, Thomas fest im Herzen
 



Home  |  Zurück  |  Seitenanfang