Leben ohne Dich - Für Marcel

Marcel



Ein kleiner Stern erhellt die Nacht...

Der 14.03.2004 war der Tag, an dem Gott seine Engel zählte und feststellte, dass ihm einer fehlte. Er konnte ihn nicht finden, also nahm er sich von der Erde einen neuen!

Das, Marcel, warst Du!

Aber als er merkte, wie weh es uns tat dich gehen zu lassen und wie traurig wir waren dich verloren zu haben, da ließ er zum Trost einen neuen Stern am Himmel leuchten und er sprach:

"Seid nicht traurig, euer Kind ist nicht tot, nur voran gegangen!
Tot ist nur, wer vergessen wird!"

Und er versprach uns, dass du ab jetzt als Schutzengelchen über uns wachst!

Und doch fehlst Du uns so sehr! Wir lieben und vermissen Dich!
In unseren Herzen lebst Du weiter – für immer!

Mama, Papa und Robin
 



Warum?


Mein Denken kreist um eine Frage.
Ich stell' sie mir an jedem Tage:
Warum?

Ich wünschte mir ein Baby sehr,
doch bleibt das Kinderbettchen leer.
Warum?

Ich muss zu einem Friedhof eilen,
will ich bei meinem Kind verweilen.
Warum?

Mein Kind sah nie das Sonnenlicht,
es hatte diese Chance nicht.
Warum?

Tausend Träume sind zerbrochen,
tiefe Trauer ausgebrochen,
statt dem erhofften Kinderglück
(es zerbrach in tausend Stück).

Warum?
 



...denn es fehlt einer


Wir wären eigentlich vier
und sind doch nur drei,
denn es fehlt einer,
und dennoch fehlt keiner,
denn einer ist immer dabei.

Wir wären eigentlich vier,
vier Freunde,
die durchs Leben gingen,
vier, die gemeinsame Lieder singen,
vier Kameraden,
die zusammen lachten,
vier waren's,
die oft Späße machten,
aber wir sind nur drei,
denn es fehlt einer,
und dennoch fehlt keiner,
denn einer ist immer dabei.

Dabei, wo drei gehen und singen,
dabei, wo drei lachen
und Späße machen.
In Wirklichkeit kann uns
niemand trennen:
Auch wenn es so aussieht,
als wär`n wir nur drei...
Denn – Marcel ist immer dabei.
 



Die Zwischenlandung eines kleinen Engels

Ein Traum der in Erfüllung ging
Endlich ein eigenes Kind.

Etwas, das an seidenem Faden hing
Bedroht von Sturm und Wind.

Doch gut behütet in Mutters Bauch.
Ganz weich und wohlig warm.
9 Monate so ist der Brauch,
Dann hält man es im Arm.

Doch plötzlich geht's viel früher los,
Die Wehen setzen ein.
Man denkt sich noch, was mach ich bloß,
Das kann doch jetzt nicht sein.

Der kleine Mensch, er kommt zur Welt.
Die Chancen sind nicht gut.
Ein paar Minuten kämpft der Held,
Mit allergrößtem Mut.

Die ganze Freude ist zerstört,
Man weiß nicht wo man hingehört.
Man sieht das Kind so friedlich liegen,
Man kann es in den Armen wiegen.

Nur Atmen tut das Kleine nicht.
Es hat auch noch nicht viel Gewicht.
Zu kurz war seine Zeit,
In Wärme und Geborgenheit.

Noch viel zu schwach war dieses Kind.
Zu stark waren Sturm und Wind.

Was gibt der Hoffnung wieder Kraft?
Man sucht den kleinsten Stängel.
Vielleicht hilft die Gewissheit, dass man's schafft:

Es war die Zwischenlandung von einem kleinen Engel
 



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