Leben ohne Dich - Für Mario Priester

Mario

Die Welt ist arm geworden seit es dich nicht mehr gibt.
Grau hängt der Himmel über weißen Feldern
und in der Dämmerung rieselt der Schnee
und die Sehnsucht leise über die leere flache Hand.

(Gitta Deutsch)

Mario

Über alle Gräber wächst zuletzt das Gras.
Alle Wunden heilt die Zeit, ein Trost ist das,
wohl der Schlechteste, den man dir kann erteilen.
Armes Herz, du willst nicht, dass die Wunden heilen.
Etwas hast du noch, solang es schmerzlich brennt.
Das Verschmerzte nur ist tot und abgetrennt.

(Friedrich Rückert)

Mario

Du warst doch noch so jung.
Zu jung.
Zu jung zum Sterben.
Gibt es im Himmel andere Gesetze?
Oder keine?
An welche Regeln hält sich Gott,
die einzusehen?
Warum?
Ich werd es nie erfahren
und auch nie verstehn.
Hilflos und ohne Worte.
Voller Angst und Wut.
Welch ein Geschick!
Und schlimmer noch:
Die Einsamkeit und Leere.
Und diese Sehnsucht, dieser Schmerz
denn du,
mein Kind,
kommst nicht mehr zurück.

(Monja Kallus)

Mario

Sprache ist zu klein,
Worte sind zu schwach.
Wie sage ich, was mir das Bild deiner Züge bedeutet...
Gesicht meines Kindes,
Gesicht meines Kindes, das starb:
Licht meiner Stunden,
Licht meines Lebens.
Bleibe mein strahlend tröstlicher Stern.

(Sascha Wagner)

Mario

Wie schön wird es sein, wenn sich einst die Hoffnung erfüllt,
die wir im Herzen tragen: einander wieder zu sehen.
Wie schön wird es sein, wenn wir einst voll Liebe
von dem Menschen erwartet werden,
dem hier unsere ganze Sehnsucht gilt.

(aus: Die Kraft des Herzens – Irmgard Erath)

Mario

Du warst es wert
so sehr geliebt zu werden.
Du bist es wert,
dass so viel Traurigkeit geblieben ist
an deiner Stelle

(Gitta Deutsch)

Mario

Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
und während Tage und Jahre verstreichen,
werden sie Stein.
Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.

(Ricarda Huch)
 



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