Leben ohne Dich - Für Neele


Neele


Nie wieder ganz ganz kleine Sommersprossen im April,
nie mehr laute Fröhlichkeit – alles ist still.

Nie wieder Haare wie ein Schneewittchen,
Du fehlst mir so auf dieser Welt.

Nie wieder Deine Augen sehen, grün und wunderschön
nie wieder ein ganz großes Kind meinem Bett.

Nie wieder den Mund, der so selten schweigt,
ich hab ein Stück von mir selbst verloren.

Nie mehr ein Kind, das ich gerade geweckt,
nie mehr ein Haisha, das sich mir entgegenstreckt.

"Halt es ganz genau da fest, Mama"
Ja, Neele, auch das fehlt mir auch.

Nie wieder backe ich Dir eine Geburtstagstorte,
nie wieder flüstern wir liebe Worte.

Nie wieder Protest gegen Onlinezeiten,
auch nicht Dir einen heißen Würstchentee bereiten.

Nie wieder Deine Hand in meiner Hand,
nie mehr Fotos in deinem Zimmer an der Wand

Nie wieder Makeuflecken in Deinen Sachen,
nie mehr höre ich Dein fröhliches Lachen.

Nie mehr Sterne betrachten bei Nacht,
nie mehr ein "Hast Du mir was mitgebracht?"

Nie wieder mit Teddy durch den Wald,
die Welt ist leer geworden und kalt.

Nie wieder in den Wolken Tiere sehen,
nie mehr Deine Gedanken verstehen.

Nie wieder wünschen, planen und hoffen,
Deine Zukunft ist nicht mehr offen.

Nie wieder Dein "Ich hab dich lieb, Mama" hören
Nie wieder dein "Ich will euch jetzt nicht stören".

Nie mehr meine Klamotten in deinem Zimmer suchen
Nie wieder ein Konzerticket für dich buchen.

Nie mehr die Sonne genießen und den Schnee,
dieses "Nie wieder", das tut so weh...
 



Schneewittchen...

ich sehe dein Bild und du strahlst mich an
und plötzlich steht die Zeit still
und du scheinst hier zu sein...

Dann schließ ich meine Augen
und seh dich vor mir stehen
ich kann dein Lachen hören
und das Leuchten deiner Augen sehen...

Und dann kann ich dich spüren
du drückst dich ganz fest an mich
und strahlst mich an und sagst leise
Mama ich liebe dich

Was du mir in diesem Moment gibst
ist unersetzlich
ich drück dich fester noch an mich
und bin in diesem Moment sehr verletzlich

Ich kann die Tränen nicht mehr halten
sie laufen über mein Gesicht
du löst dich sanft aus meinem Arm
und sagst: Mama weine nicht!

Ich bin doch da, ich hab dich lieb
will immer bei dir bleiben
was du mit diesen worten gibst
ich kann es nicht beschreiben!

Ich nehme dich nochmal in den Arm
du lachst und hältst dich an mir fest
und sagst: nur Mama glaub mir
es gibt nichts, was uns trennen kann

Dann mach ich meine Augen auf
Dein Zimmer ist kalt und leer
der Zauber mit dir ist verschwunden
ich sehe und spüre dich nicht mehr

Und wieder starre ich auf dein bild
und wünschte, du wärst wieder hier...
ich schaff das nicht Schneewittchen...
ich liebe dich so unendlich mein Kind...

DU fehlst mir so sehr...

Deine traurige Mama
 



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