Leben ohne Dich - Für Rebecca


Rebecca



Rebecca wurde am 26.04.1990 geboren und wuchs mit zwei älteren Brüdern auf, bei denen sie sich schon immer durchsetzen musste. Manchmal sagte sie aber auch ihren Brüdern wo's langging.

Sie liebte Pferde, Sport, Schule und ihren Glauben an Jesus. Anfang 2001 sind wir von Hamburg aufs Land gezogen, Bedingung von Rebecca war, dass in der Nähe ein Pferdestall ist wo sie hingehen durfte, was sie dann auch mit großer Begeisterung tat. Manchmal, wenn sie dann erzählte, wusste ich oft nicht, ob sie von Mensch oder Tier erzählte, so begeistert war sie.

2003 war dann ein sehr hartes Jahr für uns alle. Im August kam ich ins Krankenhaus und nach vielen Untersuchungen stellten die Ärzte einen Morbus Hodgkin fest. Das war ein Schock für uns alle.

In dieser Zeit hat Rebecca mich unterstützt wo sie nur konnte und hat viel Verantwortung übernommen.

Kurz darauf musste ihr Lieblingspferd Gordon eingeschläfert werden. Das machte sie sehr traurig, sie trauerte, indem sie Gordon Briefe und selbstgemalte Bilder in die Box hing.

Im Januar 2004 kam dann der nächste harte Schlag, meine Chemo war gerade vorbei, da stellten die Ärzte bei Rebecca ebenfalls ein Morbus Hodgkin fest.



Rebecca


Davon ließ sie sich aber nicht unterkriegen, sondern sie fing an zu kämpfen und sagte: "Mama, du hast es geschafft, dann schaffe ich es auch."

Die Chemo begann sofort und trotz körperlicher und vieler anderer Veränderungen hat sie den anderen Kindern auf der Station noch Mut zugesprochen.

Mir gab sie so viel Kraft mit ihrer Lebensfreude und ihrem Glauben. Eine Woche dann vor der letzten Chemo stellten die Ärzte bei einer Kontrolluntersuchung ein Rezidiv fest: was für ein erneuter Schlag.


Rebecca


Rebecca hat kurz geweint, weil sie sich ja schon wieder im Pferdestall und in der Schule gesehen hatte, sagte dann: "Gut, dann eben noch eine Therapie."

Doch leider schlugen weder Chemo noch Strahlentherapie bei ihr an! Die vielen Nebenwirkungen haben sie sehr viel Kraft gekostet, aber gehadert hat sie auch jetzt nicht.

Die Ärzte und Schwestern fragten immer, wo sie denn diese Kraft und den Mut hernimmt und wann mit einem Zusammenbruch zu rechnen ist?

Mitte September 04 sagte Rebecca das erste Mal: "Mama, ich glaube ich schaffe das nicht, ich habe die Kraft nicht mehr, bitte lass mich nicht alleine wenn es soweit ist."

Drei Wochen später kam sie auf die Intensivstation, wo sie am 11.11.04 von Jesus heimgeholt wurde.

Heute reitet Rebecca mit Gordon auf der Himmelswiese und es geht beiden gut.


Rebecca


Ich vermisse sie so sehr, bin aber dankbar, dass sie für so kurze Zeit meine Tochter sein durfte und dass ich in den letzten Stunden bei ihr war und ihre Hand gehalten habe.

TSCHÜSS MEINE KLEINE

Du wohnst in unseren Herzen, bis wir uns eines Tages wiedersehen.

ICH LIEBE DICH
DEINE MAMA


Rebecca


Ich möchte auch nicht versäumen, allen zu danken, die Rebecca behandelt haben, den Schwestern und Ärzten der Kinderkrebsstation in Lübeck.

Allen, die mit uns gebangt, gehofft, geweint und gebetet haben, auch im Namen ihrer beiden Brüder, Dennis und Benjamin.

Es ging weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
 



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