Leben ohne Dich - Für Simon


Simon

Unser Simon war ein lebensbejahendes Kind, das viel Sonne im Herzen trug. Er war jederzeit hilfsbereit, ein kleiner Tüftler und manchmal auch ein Kaspar.

Am Dienstag den 25.10.2005, es war einer der wunderbaren sonnigen Oktobertage nach dem verregneten Sommer, begann der Morgen wie jeder Morgen.

Wir (sein Bruder Daniel und seine Schwerster Judith) standen früh auf und machten uns fertig. Ich setze die Kinder immer in der Stadt ab, wenn ich zur Arbeit fahre, damit sie wenigstens einen Busweg gespart haben. So auch an diesem Tag.

Simon stieg aus und ich sagte noch schnell: "Bis heute Abend dann, passt auf euch auf". Das war das letzte Mal, dass ich ihn lebend gesehen habe.

Mittags nach der Schule ging er bei seiner Oma Mittagessen, weil am Nachmittag Konfirmandenunterricht war und eine Busfahrt nach Hause sich nicht gelohnt hätte. Dort hat er (so wie ich aus Erzählungen der Großeltern weiß) mit seiner Schwester kleine Papierfrösche gebaut und mit seinem Großvater Pläne gemacht.

Kurz bevor er zum Unterricht ging rief er mich auf der Arbeit an: "Mama du brauchst mich nicht abholen, ich fahre mit dem Bus." (Hätte ich das bloß verhindert)

Nach dem Konfirmandenunterricht bestieg er den Bus nach Hause und kam dort nie an.

Er ist aus dem Bus gestiegen und hat versucht die Straße zu überqueren, dabei wurde er von einem Auto erfasst.
 



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